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#GRW2020

Gemeinderatswahlen am 26.01.2020: St. Andrä – Wördern wählt!

Am 26.01.2020, also in knapp 3 Wochen, wählen wir den neuen Gemeinderat. Nachdem ich auf Grund der Herausforderungen, mit denen wir aktuell in unserer Wohlfühlgemeinde konfrontiert sind, im Gemeinderat anpacken möchte, bat mich das Team von TV21 zum Gespräch.

Ich durfte Rede und Antwort stehen und ein wenig meinen Zugang zu dieser für eine Gemeinde durchaus wichtigen Funktion erklären. Floskeln haben wir – wie ich meine – jetzt genug gehabt. Der Gemeinderat ist ein Gemeinderat und nicht die Bundesregierung, die mit „Leuchtturmprojekten“ die Bevölkerung blenden kann. Wir müssen dort anpacken, wo der Schuh drückt. Wir müssen aber auch Vorbild und Motivator für die Gemeindebürger sein, damit wir gemeinsam die Gemeinde besser und stärker machen. So, wie auch auf Bundesebene nicht ein „Wunderwuzzi“ die ganze Welt retten kann, können ein Bürgermeister und 33 Gemeinderäte die Gemeinde nicht verbessern. Dazu braucht es die Menschen, die – um das Video zu zitieren – auf unseren Schultern sitzen.

Ich möchte mit viel Transparenz und noch mehr Information den Menschen die Werkzeuge in die Hand geben, die Gemeinde in die richtige Richtung zu lenken. Als Gemeindepolitiker möchte ich gemeinsam mit den Menschen agieren und nicht gegeneinander.

Ich freue mich, Sie zu den ersten Infoveranstaltungen einladen zu dürfen. Hier geht es zu den Terminen: Veranstaltungen

Weiter geht’s mit dem Interview von TV21:

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  1. Helmut Hofmann

    Es gibt Leute, die eine Virtuosität besitzen, in jeder Suppe ein wenn auch noch so unscheinbares Haar zu finden. Den Vogel hat aber kürzlich ein Blogger abgeschossen, der sich redlich bemühte, dem Begründer der Bürgerliste St. Andrä-Wördern eins auszuwischen. Zugegeben, es herrscht Wahlkampf. Aber deshalb der Listenbezeichnung wegen den Begriff „Bürger“ der Standeszugehörigkeit wegen in Frage zu stellen, ist – abgesehen von den damit verbundenen diskriminierenden Untertönen – ein an vielen Suppenhaaren herbeigezogenes Unterfangen. Ich habe mich lang abwechselnd hinter dem rechten und dann wieder hinter dem linken Ohr gekrault beim Überlegen, ob ich nun ein Bürger bin oder gar ein bourgeois, wie dieser Begriff auf Französisch heißt und auf Deutsch einen klassenkämpferisch besetzten, verächtlichmachenden Beigeschmack hat, oder ein Prolet oder „Prolo“, hierzulande auch nicht gerade positiv besetzt; für einen „Gstopften“ reicht die Höhe meiner Rente wohl eher nicht. Dass aber ein Vertreter des Nährstandes, weniger geschwollen „Bauer“ genannt, kein Gemeinde-Bürger sein kann, ist mir erst durch den jüngsten Blog bewusst geworden. Jetzt bin ich froh, meinen Hobby-Gemüseanbau aus Altersgründen rechtzeitig eingestellt zu haben, bevor mir meine „Bürger-Rechte“ in der Gemeinde aberkannt werden, zumindest von der „Bürger-Linke.“

    • behling

      Nachdem Sie meine Meinung nun ein wenig ins Lächerliche ziehen möchten, biete ich an, sich zu einigen, dass wir lediglich wenige Berührungspunkte in unseren Meinungen haben. Das stört nicht, gehört zu einer modernen Gesellschaft dazu. Mir ist auch bewusst, dass ich nicht jedem alles recht machen werde können. 10.000 Personen mit 33 Gemeinderäten und 6 politischen Richtungen im Gemeinderat wird es soundso nicht gelingen, jedermanns und -fraus Wünschen gerecht zu werden. Ich kann lediglich anbieten, mit ehrlicher Arbeit und nach bestem Wissen und Gewissen zu agieren … wobei mir auch hier klar ist, dass das jeder Politiker für sich beanspruchen wird.
      Ich schätze Sie so ein, dass Sie sich gewissenhaft Gedanken machen werden, welche Partei am ehesten Ihren Weg widerspiegelt. Ich wünsche mir, dass Sie dieser Partei aber nicht nur Ihre Stimme geben, sondern auch ein wenig Kompromissbereitschaft entgegenbringen. Sie wird Ihre Bedürfnisse nicht vollends befriedigen können und falls doch, würden Bedürfnisse anderer Gemeindebürger darunter leiden. So ist das Miteinander einfach.
      Das Einzige, das ich mir von Ihnen wünsche – vielleicht können Sie mir hier entgegenkommen: unterstellen Sie mir bitte keine Diskriminierung. Diskriminierung ist etwas, dass ich vehement bekämpfen möchte. Ich weiß nicht, aus welcher Richtung Sie kommen. Ich bin Techniker, kein Philosoph. Für mich ist Sprache lebend und manchmal werden ursprüngliche Begriffsdefinitionen nicht mehr gelebt. Ich spreche der Bürgerliste nicht ab, sich Bürger nennen zu dürfen. Wenn ich mit den Menschen spreche, stelle ich fest, dass als ‚Bürger‘ was anderes definiert und gefühlt wird. Damit verbunden ist aber nie eine Abschätzung von Landwirten.
      Ich dürfte übrigens gestern lange und sehr angenehm mit dem Listenführer der Bürgerliste plaudern. Ja, es ist Wahlkampf und das ist auch für uns das Salz in der Suppe. Wenn eine 12%-Partei den Bürgermeisteranspruch erhebt, dann wird er mit den Reaktionen umgehen müssen. Und das kann er. Das Gespräch war sehr harmonisch.

      • Helmut Hofmann

        Ich glaube zwar nicht, dass uns wirklich so wahnsinnig viel trennt, aber ich lass Ihnen diesen Glauben, wenn er hilft, Ihre Zweifel zu zerstreuen (frei nach Nestroy). Ich bin auch gerne bereit, meine „Herkunft“ offenzulegen, erstens weil ich nichts zu verbergen habe, zweitens weil Sie darauf offenbar großen Wert legen Ich gestehe freimütig ein, dass ich das nicht tue, weil in meinen Augen andere Qualitäten eines Menschen mehr zählen als das, was seinen Bildungsgang mehr oder weniger beeinflusst haben mag.

        Deses „Zuordnen“ von Menschen zu bestimmten Gruppen, um sie dann eher mit klischeehaften Vorurteilen gegenüber solchen Gruppen zu bedenken, habe ich mir seit meiner frühen Jugend abzugewöhnen versucht: Dies deshalb, weil ich es in hohem Maß ungerecht und, um einen zeitgemäßeren Ausdruck zu verwenden, vielleicht ungewollt, im Ergebnis aber dennoch als „diskriminierend“ empfinde. („Diskriminierend“ bedeutet ja „trennen“, „unterscheiden“, zunächst ohne negativen Beigeschmack, den das Wort erst durch ausschließliche Verwendung in negativem Zusammenhang erhalten hat.) Ich orientiere mich lieber an dem, was jemand äußert und vor allem daran, ob sein Handeln damit in Einklang zu bringen ist.

        Ich bekenne mich aber als Verfasser von einem Dutzend abendfüllenden Kabarettprogrammen offen dazu, Widersprüchen und Übertreibungen dann mit Ironie und Witz zu begegnen, wenn ich meine, es ist der Kürze und Prägnanz wegen zielführender, Absurdem nur homöopathisch, also ebenfalls mit Absurdem zu begegnen. Ich räume ein, dass man mit diesem Stilmittel, um nicht zu verletzen, vorsichtig umgehen sollte. Ich hoffe, Sie nicht verletzt zu haben und würde diesfalls nicht anstehen, mich dafür zu entschuldigen.
        Zurück zum „Bürger“: Sie deuten an, dass Sprache lebend ist und manchmal ursprüngliche Begriffsdefinitionen nicht mehr gelebt werden. Wenn Sie z.B. die „Diktatur des Proletariats“ meinen, kann ich Ihnen vorbehaltlos folgen. (Habe ich nicht geschrieben, es sei: „ein Prolet oder „Prolo“, hierzulande auch nicht gerade positiv besetzt“, obwohl er das vor 100 Jahren für viele (nicht für alle) gewesen ist. Beim Begriff „Bürger“ kann ich dem nicht folgen. Der hat ursprünglich den Bewohner einer Stadt gemeint und erstreckt sich heute durch die Übernahme vieler aus dem städtischen Bereich kommender Einrichtungen durch größere Siedlungsagglomerate auch auf deren Bewohner. Diese aus dem lebenden Sprachgebrauch herrührende Bedeutungserweiterung kennt Gemeindebürgerinnen und – bürger mit ihrem Bürgermeister, auf Bundesebene haben wir Staatsbürgerinnen und – bürger, im EU-Bereich Unionsbürger(innen), die als solche selbst in unseren Reisepässen bezeichnet sind. Die Frage, ob „Bürger“ eine für einen Landwirt passende Bezeichnung sei und, davon abgeleitet, für eine Liste passe, die von einem Landwirt angeführt wird, wäre vor einigen hundert Jahren berechtigt gewesen, hätte es damals wahlwerbende Listen gegeben. Heute wirkt sie dank der lebenden Sprachentwicklung anachronistisch. Ich meine, es zählt zu den legitimen Mitteln des demokratischen Diskurses, an Stelle solcher oberlehrerhaften Ausführungen zum Stilmittel der Ironie zu greifen, ohne dabei ätzen oder verletzen zu wollen. Das Wissen um die – ich nenne es oberlehrerhaften – passenden Argumente ist dabei natürlich Voraussetzung. Ironie wäre im Falle ihres Fehlens unangebracht.

        Was Ihre Einschätzung meiner kommenden Stimmabgabe betrifft: leider gibt es keine Partei, zu der ich mich vorbehaltlos bekennen könnte, sonst wäre ich vielleicht dabei. Im konkreten Fall gilt meine Präferenz jener wahlwerbenden Gruppe, von der ich erwarten kann, dass sie ernsthaft darangeht, die Voraussetzungen für ein zeitgemäßes Zentrum für die vor einem halben Jahrhundert zusammengelegten und immer noch nicht wirklich zusammengewachsenen 7 Orte (Gemeinden) zu schaffen und das Entstehen eines solchen Zentrums zu unterstützen oder zumindest nicht zu verhindern. Das Areal des alten Sportplatzes wird dabei eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Es gäbe zu der Sportplatzfrage zukunftsweisende Alternativen, von denen bisher leider niemand etwas hören wollte, obwohl sie mehrere damit konfrontierte Ortsbewohnern für durchaus überlegenswert gefunden haben. Was mich sehr enttäuscht hat: dass einige nach dem Volksentscheid vordergründig im Schmollwinkel stehen, im übrigen aber still und leise weitermachen wie schon vor der Befragung (im Masterplan) festgeschrieben, und andere mangelnde Alternativen dazu damit begründen, dass deren Findung nicht ihre Aufgabe sei. Wenn eine Opposition so denkt, dann fragt man sich, was sie erst als Regierungspartei alles (nicht) machen würde. Aber vielleicht hat auch die Opposition einen geheimen Plan B, mit dem sie ebenso wenig an die Öffentlichkeit geht wie es die Regierungsparteien vor dem in den „Ateliers“ ausgebreiteten fait accompli getan haben. Was meine Stimme (und die inzwischen vieler anderer) betrifft: sie wird jedenfalls nicht bekommen, wer sich nicht klar und entschieden zu einer richtungsweisenden Konzeption des Areals zwischen Rennerallee und Hauptstraße bekennt und bereit ist, dafür eine überzeugende Mehrheit in der Bevölkerung zu suchen.

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